Aus Spachtelmasse was Tolles zaubern...

Alles begann mit einem kleinen Töpfchen Creartec-Spachtelmasse, die ihren Weg auf meinen Schreibtisch gefunden hatte und nun einsam und ein wenig verloren dort stand.

Erst packte mich die Neugierde, dann packte ich mir die Dose und legte los.

Mit Spachtelmasse hatte ich zuvor noch keine Erfahrungen gemacht und als ich den Deckel geöffnet hatte, ein Messer in die milchig weiße Masse stieß und beobachtete, wie diese sich zäh ihren Weg zurück in den Topf bahnte...da hatte ich die Vision von einem morastig schleimigen Sumpf-Geländestück :-)

Im nun folgenden Bericht versuche ich euch möglichst genau zu beschreiben, wie diese Idee dann langsam Gestalt annahm.

Als erstes nahm ich eine Toru-Geländebase zur Hand, die meine Sumpf-Grundfläche bilden sollte und ein Messer, um die Spachtelmasse in Form zu "schmieren".

Dann formte ich einen Rand, der den in der Mitte liegenden Tümpel einfassen sollte.

Da ich die Masse recht dick aufgetragen hatte, gab ich meinem "Sumpf-Fundament" dann erstmal eine Nacht zum trocknen.

Anschließend besserte ich hier und da noch ein wenig aus, zog die "Tümpel-Böschung" an einigen Stellen etwas höher, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Vor dem zweiten Schritt würde ich mir einer elementaren Wahrheit bewusst: Was ist schon ein Sumpf ohne einen alten knorrigen Baum, der im fauligen Dunst seine morschen Äste unheilschwanger über das schwarze, bewegungslose Wasser neigt?

Genau...nix!

Also habe ich aus zwei verschieden starken Pflanzendrähten eine Art "Baumgerippe" zusammen gezwirbelt. Hierfür schnitt ich einfach von dem dickeren Draht einige gleich lange Stücke zurecht.

Den "Baumstamm" bildete ich, indem ich das Draht-Bündel auf ca. der Hälfte mit dem dünneren Draht umwickelte.

Die "Äste" und "Wurzeln" konnte ich dann, je nachdem wie dick ich sie haben wollte, zusammen fassen und ineinander verdrehen.

Die auf diesen Drahtbaum aufgebrachte Spachtelmasse ließ daraus dann einen ernst

zunehmenden Baum entstehen. :-)

 

 

Ein geeignetes Sumpf-out-fit bekam mein Baum dann noch dadurch verliehen, dass ich an einigen Stellen Green-Stuff-Röllchen über die Äste legte, mit den Fingern platt drückte und vorsichtig an ihnen zog, bis sie abrissen.

 

Die Riss-Kanten sehen so schön ausgefranst aus und lassen den Baum noch unsympathischer wirken.

 

In den Tümpel setzte ich noch ein paar Blubberblasen, die das faulig giftige Sumpfgas an die Oberfläche treibt.

 

Um diese darzustellen, habe ich einfach einige Kugeln aus Modelliermasse geformt und nach dem Aushärten in der Mitte zerteilt.

 

Dann gesellten sich noch ein paar Steinchen, das gute Heki-Schilfgras und einige Schätze aus dem GW-Zombie-Gussrahmen hinzu.

So und dann wurde es langsam Zeit, dem Ganzen den richtigen Anstrich zu verpassen.

 

Und wie es so meine Art ist, wenn ich etwas bemale, grundierte ich erstmal die ganze Geschichte schwarz.

 

Danach versuchte ich mit unterschiedlichen braun und grün-Tönen eine geeignete Sumpf-Mischung zu erzielen.

 

 

 

 

 

Nachdem die Farbe getrocknet war, wurde dann der Tümpel mit Hilfe

von Vallejo Water Effects Still Water Clear bewässert, um eine schöne, glänzende

Wasseroberfläche zu erhalten

Unterschiedlich grobes und farbiges Beflockungsmaterial verlieh dem Sumpf zum Schluss noch den letzten Schliff.

 

Das Ergebnis ist ein stinkender, furchteinflößender Sumpf, der schon so manches Opfer bei einem unbedachten Schritt in die unergründliche Schwärze sog...oder ein Badeparadies für Echsenmenschen (ob jung oder alt)...

 

...alles eine Frage des Blickwinkels ;-)

 

 

Viel Spaß beim nachmachen, ausprobieren und rumspachteln ;-)

Liebe Grüße ,

die Kris :-)